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100 Jahre Vinzenz-Konferenz in Boppard
 
Die Jubiläumsfeier zum hundertjährigen Bestehen der Bopparder Vinzenz-Konferenz fand am 21. Juli 1985 statt. Mit einem Festhochamt, in dem Professor Dr. Pauly die Ansprache hielt, und einem Empfang im alten Rathaus wurde die Leistung der Konferenz gewürdigt.
  Namensgeber der Konferenz ist der Heilige Vinzenz von Paul. Er lebte von 1581 bis 1660. Gründer der Vinzenz-Konferenzen war Friedrich Ozanam, der als Student in Paris mit sechs Kommilitonen 1833 das erste Hilfswerk gründete. Später war er Professor für Handelsrecht an der Pariser Universität Sorbonne in Paris.
Seine Idee war, Armen und Kranken zu helfen ohne Ansehen der Person, des Glaubens oder des eigenen Verschuldens.
Die Idee verbreitete sich rasch in ganz Frankreich und darüber hinaus.

Die erste Vinzenz-Konferenz Deutschlands entstand 1845 in München, in Trier 1849.

Im Jahre 1885 gründeten neun Bürger die Vinzenz-Konferenz in Boppard.
 
In seinem Bericht zum hundertjährigen Gründungstag vermerkt Josef Krautkrämer:
"In den hundert Jahren, die seit der Gründung der Vinzenz-Konferenz der Pfarrei St. Severus in Boppard vergangen sind, hat eine lange Reihe von Helfern sich um viele arme, alte und kranke Mitbürger gekümmert und dabei viel Mühe und Zeit aufgewendet.
Durch die Opferbereitschaft der Wohltäter der Vinzenz-Konferenz konnte manche Not in unserer unmittelbaren Nachbarschaft gelindert werden."