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Wenn die Begegnung Lebensmittelpunkt wird 
Die Bopparder Senioren finden seit einem Vierteljahrhundert ein zweites Zuhause

 
BOPPARD. Besucher und Mitarbeiter feierten 25jähriges Bestehen der Seniorenbegegnungsstätte "St. Severus" in Boppard.
Mit einem Dankgottesdienst und einer anschließenden Feierstunde im katholischen Gemeindezentrum "St. Michael" begingen viele ältere Bopparder mit zahlreichen Mitarbeitern das "silberne" Jubiläum der Seniorenbegegnungsstätte.
Caritas-Geschäftsführer Bernhard Kaspar ließ in seinem Festvortrag noch einmal Stationen der Seniorentreffs Revue passieren, die im November 1973 mit ersten Altennachmittagen im "Römer" ihren Anfang nahmen. Für ihr ehrenamtliches Engagement nahmen eine ganze Reihe von älteren Mitarbeitern Auszeichnungen des Caritasverbandes aus den Händen von Pastor Hermann-Josef Ludwig entgegen.
Kaum ein Platz war in dem festlich geschmückten Saal des Gemeindezentrums an der Rheinallee noch frei, als der Caritas-Geschäftsführer mit seinem Vortrag die Geschichte, aber auch die Bedeutung der seit 1973 ohne Unterbrechung bestehenden Senioreneinrichtung erläuterte. Und viele der älteren Zuhörer verbargen nicht ihre Zustimmung, als Bernhard Kasper ausführte: "Für viele Senioren der Stadt ist die Begegnungsstätte St. Severus ein wichtiger Lebensmittelpunkt geworden - gerade in einer Zeit, in der das Alter ein eigener Lebensabschnitt mit ganz eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten geworden ist."
Diese Möglichkeiten werden - im Erdgeschoß des alten Rathauses - reichlich genutzt: Jeden Dienstag trifft man sich zum Gespräch und zu abwechslungsreichem Programm, jeden zweiten Donnerstag betätigen sich die Älteren, die rüstig genug sind, in der Seniorengymnastik. Darüber hinaus gibt es für alle Besucher der Begegnungsstätte ein Mitteilungsblatt.

"Diese Arbeit wäre ohne das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht möglich", so Bernhard Kasper. Vielfältiges Zusammenwirken ist hier das Motto: Mitarbeiter der katholischen Frauengemeinschaft, der Kirchengemeinde "St. Severus", der Vinzenz-Konferenz und des Caritasverbandes wirken seit Jahren mit, um die Begegnungsstätte mit Leben zu erfüllen.
Daher war es naheliegend, Mitarbeiter der Einrichtung für ihren selbstlosen Einsatz auszuzeichnen. Besonders geehrt wurden Maria Müller und Agnes Rüdel, die für ihre über 20jährige Mitarbeit die goldene Ehrennadel des Caritas-Verbandes überreicht bekamen. Darüber hinaus erhielten eine ganze Reihe weiterer Senioren, die in der Begegnungsstätte aktiv sind, die silberne Ehrennadel oder eine Ehrenurkunde. Bürgermeister Dr. Walter Bersch, Ortsvorsteher Dr. Jürgen Mohr und Ratsmitglied Monika Schönemann stellten in ihren Grußworten gerade den ehrenamtlichen Einsatz lobend heraus. Und die verschiedenen kirchlichen Gruppen werden es gerne gehört haben, als der Bürgermeister versprach, daß er in 25 Jahren zu den aktiven Senioren der Begegnungsstätte gehören will.