40 Jahre Bildstock am Hüttenweg

40 Jahre Bildstock am Hüttenweg

von Hans Peter Bock

Pastor Meidt am Bildstock (1982)

Im Jahre 1969 wurde von den Schönstätter Marienschwestern in der Nähe der ev. Kirche zu Ehren der Gottesmutter ein Bildstock errichtet. Die Einweihung war am Feste Maria Heimsuchung, 2. Juli 1969 und wurde von Pastor Mathieu, Pater R. Stein aus Schönstatt und dem Afrika-Missionar Pater Stengel vorgenommen. Ein Künstler aus Höhr-Grenzhausen hatte das Reliefbild in gebranntem Ton hergestellt.
In der Nacht zum 16. April 1970 versuchten frevlerische Hände das Bildnis der Muttergottes zu zerstören. Dabei war es in einzelne Stücke zerbrochen.
Zwei Patienten der LVA, Herr Kraft aus Wintersdorf in Baden und Herr Simon aus Bausendorf in der Eifel setzten in mühevoller Kleinarbeit aus den Einzelteilen das Relief wieder zusammen.

Wegen den Erschließungsmaßnahmen des Baugeländes Ellig musste 1991 eine Verlegung des Bildstockes vorgenommen werden. Die Umsetzung des Bildstockes erfolgte ganz in der Nähe des bisherigen Platzes. Die feierliche Einweihung / Neueinsegnung war am 3. Mai 1991.

Auf Anregung der Kolpingfamilie Bad Salzig wurde früher zu Beginn des Marienmonats eine Prozession zum Bildstock durchgeführt. Heute stellen Bildstöcke und Wegkreuze vor allem ein bewusstes Glaubenszeugnis nach außen dar. Dies ist keine Denkmalpflege, sondern Identitätspflege. An jedem Bildstock hängen Lebensgeschichten. So werden die meisten Bildstöcke und Wegekreuze liebevoll von ihren Eigentümern, von Nachbarn oder auch von Vereinen gepflegt. Dies ist auch Indiz gelebten Glaubens.