Glockenweihe 1965

Glockenweihe 1965

zusammengestellt aus dem Pfarrarchiv St. Ägidius Bad Salzig und privaten Aufzeichnungen des Herrn Josef Bach
von Hans-Peter Bock

Die neuen Glocken vor dem Hochaltar Am 09. April 1965 stellte der damalige Pfr. Lüssem beim Bischöflichen Generalvikariat in Trier den Antrag zur Erlaubnis, die 2 neuen Glocken, die gespendet wurden, zu weihen. Der erzbischöfliche Glockenexperte der Diözese Freiburg in Karlsruhe hatte die Prüfung der Glocken abgenommen.

Durch die Beschlagnahme im 2. Weltkrieg hatten wir die dritte Glocke nicht mehr zurückerhalten, sodass durch die Weihe der 2 neuen Glocken nun ein Geläute von 4 Glocken in der Pfarrkirche "St. Ägidius" Bad Salzig besteht. Pfr. Lüssem und Domkapellmeister Schuh aus Trier hießen die Komposition der 4 Glocken des "Salve regina" für gut.

Am Ostersonntag 1965 wurden dann nachmittags in der Pfarrkirche "St. Ägidius" Bad Salzig durch den Hochw. Herrn Domkapitular Prälat Schmitz, aus Trier, die beiden neuen Kirchenglocken geweiht. Die Größte mit 20 Zentnern zu Ehren des hl. Ägidius und die Kleinste zu Ehren des hl. Nikolaus.

Jeder durfte nach Abgabe eines kleinen Obolus mit dem Hammer auf die neuen Glocken schlagen, die an den Stufen zum Hochaltar aufgestellt waren.

Beide Glocken sind in ihrer Form einfach, ohne Verzierungen und tragen folgende Inschriften:

+ ST. ÄGIDIUS AN GOTTES THRON
UND BLEIB UNSER TREUER SCHUTZPATRON +

+ HEILIGER NIKOLAUS BITTE FÜR UNS +

Katholische Pfarrgemeinde Bad Salzig A.D. 1965
Glockengießerei Gebr. Bachert Karlsruhe

 

Am Weißen Sonntag, den 24. April. l965 läuteten zum erstenmal elektrisch alle 4 Glocken, die Marienglocke von 1471 (älteste Glocke), die Josefsglocke von 1861 und die beiden neuen Glocken, die Ägidiusglocke und Nikolausglocke, zusammen. Dieses Festgeläute war für Jung und Alt eine unvergessliche Erinnerung.

In der Woche nach Weißen Sonntag wurde eine neue elektrische Uhr am Kirchturm der Kath. Pfarrkirche "St. Ägidius" angebracht. Sie schlug zum erstenmal am 28. April 1965. In der ersten Zeit schlug die Uhr nur bis 22.00 Uhr, später jedoch wieder die ganze Nacht durch.



 

Links:
Die Marienglocke (10 Zentner) und die Josefsglocke (6 Zentner) auf Holzböcken neben der Kirche während des Umbaues des Glockenstuhles.